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Lebenshilfe Dresden neuer Erbpächter vom Zschonergrundbad

Nun ist es offiziell. Die Lebenshilfe Dresden übernimmt die Verantwortung über das 93 Jahre alte Freibad im Zschonergrund. Sie tritt in den Erbpachtvertrag ein, welchen der NaturKulturBad Zschonergrund e.V. 1999 mit 64 Jahren Laufzeit mit der Stadt Dresden ausgehandelt hatte.

Aber warum? „Es ist einfach Zeit!“ so die Vorsitzende des Badvereins, Astrid Hupka. Bereits 2017 ist man sich im rein ehrenamtlich agierenden Verein darüber klar geworden, dass die Schritte in der Sanierung des historischen Gebäudeensembles aus dem Jahr 1836 immer kleiner werden und das Bad daher in hauptamtliche Strukturen zu übergeben. Es bedarf viel mehr Zeit, um ein tragfähiges Nutzungskonzept zu finden und dies dann auch zielstrebig umzusetzen, mehr Finanzstärke sowieso. Und der Verein weiß ja
bekanntlich wovon er spricht. Er hatte sich 1996 ausschließlich mit der Zielstellung gegründet, das beliebte Freibad vor dem Verfall zu bewahren und als solches wieder aufzubauen. Dieser Prozess sollte - und damit hatte zu Beginn niemand gerechnet – ganze 19 Jahre dauern. Der Verein blieb dran und belohnt wurde diese Ausdauer mit der Eröffnung des einzigen Naturbades Dresdens mit biologischer Selbstreinigung am 01.06. 2015 und dem Gefühl des Stolzes, es tatsächlich geschafft zu haben. Größtenteils mit eigener rein ehrenamtlicher Kraft, mit Spenden und am Ende dann auch mit städtischem
Geld.

Das Naturbad als ehrenamtlicher Verein nicht selber zu betreiben und stattdessen dafür die Integrationsfirma der Lebenshilfe Dresden, welche ihren Sitz in unmittelbarer Nachbarschaft hat, mit ins Boot zu holen war schon damals 2015 eine richtige Entscheidung. Bei einem Online-Ranking landete das Zschonergrundbad 2019 auf Platz 1 als „Deutschlands beliebtestes Freibad“.

Und auch in dieser Saison – trotz coronabedingter Einschränkungen - sammeln sich dort schon wieder fleißig die Höchstbewertungen. Eine wichtige Überlegung war zudem, das Bad als Arbeitsstätte für Menschen mit Behinderung auszubauen. Auch dies wurde umgesetzt und soll zukünftig ausgeweitet werden. Also alles richtig gemacht! Die Finanzierung des Badebetriebs durch die Stadt Dresden wurde seitens des Badvereins
allerdings all die Jahre aufwendig über den Badverein als Kostendurchläufer an die Integrationsfirma weiter gereicht, die wiederum dafür das Zschonerbad anmietete. Mit dem Eintritt der Dresdner Lebenshilfe in den Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt Dresden vereinfacht sich das Prozedere immens.

Wer das Bad und seine Geschichte kennt und die Menschen, die sich seit fast 25 Jahren um dieses einmalige Objekt im Dresdner Westen kümmern und verantwortlich fühlen weiß, dass es noch viel zu bewegen gibt an diesem Ort. Und das werden sie, wird der Badverein auch weiterhin tun; als
Förderverein.  Die Lebenshilfe Dresden, die Integrationsfirma und NaturKulturBad Zschonergrund e.V. wollen auch weiterhin eng miteinander arbeiten und gemeinsam das Objekt ganzjährig und multifunktional entwickeln. Eine neue Treppe, Gesamtkosten knapp 70.000 €, konnte der Badverein noch mithilfe der Förderung aus dem Stadtteilbudget in diesem Jahr errichten lassen. Im Bau befinden sich die Herrentoiletten sowie ein Veranstaltungsraum.

Das aktuelle gemeinsame Projekt ist es nun, Geld für einen
Plattformlift zusammenzusammeln. In der nächsten Saison wird also auch das ZschonergZschonergrundbad barrierefrei sein.

Astrid Hupka, Vorsitzende NaturKulturBad Zschonergrund e.V.

 
 
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