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Jede Krise bietet auch eine Chance

Ein Wort aus der Nähstube

 

Unser Auftrag lautete: Mund und Nasenschutz für die Kolleginnen und Kollegen der Lebenshilfe Dresden und andere Einrichtungen herzustellen. Am 23. März 2020 wurden Kolleginnen und Kollegen der Inpunco-Werkstätten in der Produktionsstätte auf der Schleswiger Straße zusammengeführt.

Aus privaten Schränken und der Werkstatt der Lebenshilfe wurden Nähmaschinen aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Der Reparatur- Service auf der Osterbergstraße hatte auf einmal eine gute Nachfrage, denn für eine Dauerbelastung dieser Art waren die Maschinen nicht geschaffen.

Von Woche zu Woche wurde die Produktionskette ausgefeilter. Anfangs nähten wir aus dem unendlichen Fundus an Stoffen und Garn des Berufsbildungsbereichs. In der zweiten und dritten Woche nähten wir mit buntem Garn aus neuem, ausrangiertem Stoff der Gastronomie, gewaschen durch unsere Wäscherei.

In Spitzenzeiten waren es 375 Masken am Tage. Und in der achten Woche peilten wir die 10.000er Marke an. Im Durchschnitt hat jeder Mitarbeiter 25 Masken pro Tag hergestellt.

So konnten wir z.B. das städtische Klinikum Dresden, die medizinische Akademie, die Lebenshilfe Meißen, den Psychosozialen trägerverein, Fahrrad XXL und das Berufsförderungswerk Dresden mit den wichtigen Masken beliefern

Unsere Nähgruppe ist zusammengewachsen. Unter Anleitung einer Kollegin konnten wir der ungewohnten Körperhaltung und den daraus resultierenden Gliederschmerzen begegnen. Wir kamen ins Gespräch, haben uns zu aktuellen Themen der Corona Verunsicherungen ausgetauscht, haben uns gegenseitig ermuntert, uns nicht von einer Hysterie anstecken zu lassen.

Die Gruppe löste sich allmählich auf, ein harter Kern hat am 5. Juni 2020 zum letzten Mal genäht. Jeder kehrt in seine Werkstatt, an seinem Arbeitsplatz zurück. Wir haben einer Krise wie der Corona Pandemie etwas entgegensetzen können. Eine wertvolle Zeit mit vielen interessanten Eindrücken und Erfahrungen geht zu Ende.

Wir haben etwas produziert, von dem wir hoffen, dass der, der diesen Mund- Naschschutz trägt geschützt wird und andere schützt. Es haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlicher Erwartung, mit Ängsten und Hoffnungen getroffen. Alle packen sofort an, bringen sich in die neue Situation ein. Jeder auf seine Art und Weise macht diese Zeit zu etwas Besonderem. Wir haben viel gelacht und voneinander erfahren. Jede Krise bietet auch eine Chance, wir haben unsere genutzt.

Carola Schaschek

 
 
 
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© Lebenshilfe Dresden e. V., 01069 Dresden, Josephinenstraße 31, E-Mail: geschaeftsstelle@Lebenshilfe-Dresden.de