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Bis jetzt fühlt es sich ein bisschen wie Urlaub an

 

Die Fakten

Kein Arbeitstag in der Werkstatt für die Bewohner der Wohnstätten, kein Besuch von Angehörigen, Personal aus von Werkstatt und Schulintegrationshilfe unterstütze bei Ganztagsbetreuung.

Ich telefoniere mit Christoph Kolde, er ist Leiter Wohnen im Stadtgebiet Neustadt. Sein erstes Statement: „Alles muss gut organisiert sein, wenn es das ist, ist es ein bisschen, wie Urlaub.“

 

Die Bewohner

Ausschlafen, die Ruhe, der geregelte Tag mit seinen Rieten, spazieren gehen, draußen sitzen auf Decken, basteln drinnen und draußen, alle Bewohner sind entspannter.

„Für notwendige tägliche Verrichtungen ist mehr Zeit: Wäsche waschen, Zimmer saubermachen, alles ist entzerrt, das tut vielen gut,“ berichtet Herr Kolde.

Bis jetzt genießen alle noch die Zeit, das Wetter tut einiges dazu. Aber, die Sehnsucht nach dem gewohnten Alltag mit der Arbeit kommt langsam auf. Wann geht es wieder los? Die Fragen mehren sich.

In den größeren Häusern kann man sich gut verteilen. Es werden viele Angebote gemacht, Anregung gegeben, so dass die Tage nicht langweilig werden.

In den Außenwohngruppen ist der Raum schon enger. Dort gibt es jetzt auch einen Vormittagsdienst, der Ideen einbringt: Backen, Basteln, Holzarbeiten.

 

Eltern und Angehörige

Die Eltern gehen ganz unterschiedlich, aber besonnen mit der Situation um. Manche telefonieren öfter, es gibt auch Videotelefonie und „Fenstergespräche“. Eltern fragen nach Fotos und schicken Fotos. Der gute alte Brief wird wieder zeitgemäß.

 

Das Personal

„Unser Personal sorgt dafür, dass die Bewohner die Tage so angenehm wie möglich verbringen können. Viel Informationsarbeit war notwendig und wird jeden Tag wieder neu geleistet“, erklärt Herr Kolde.
Was ist gerade los? Warum und wie kann man krank werden? Warum können meine Eltern nicht herkommen? Wann kann ich sie wieder besuchen? Fragen über Fragen erfordern Erklärungen. Ruhe bewahren, Regeln zu Hygiene und Abstand immer wieder erklären und immer wieder zur Einhaltung anhalten. Und wenn der Satz „Jetzt Hände waschen“ ganz oft im Haus erklingt, von den Bewohnern selbst ausgesprochen und umgesetzt, ist schon vieles erreicht.
„Personal aus anderen Bereichen unterstützt uns. Im Haus Maron arbeiten Mitarbeiter aus der Werkstatt im Frühdienst, in der Bautzner Straße im Spätdienst. Der Austausch ist gut, man erfährt voneinander, lernt sich kennen, kann vielleicht später einander besser verstehen, für jeden persönlich ist es sehr bereichernd“, freut sich Herr Kolde.

 

Die Angehörigen

Das Besuchsverbot ist für beide Seiten sehr belastend. Eltern haben Sehnsucht, machen sich Sorgen, haben Angst um ihre Kinder. Christoph Kolde: „Wir nehmen den Kummer, den der eine oder andere Bewohner in dieser schwierigen Situation hat, sehr ernst, erklären immer wieder die Notwendigkeiten. Wir versuchen, Kontakt zu Eltern und Angehörigen zu halten und unterstützen unsere Bewohner zum Beispiel bei Telefonaten.“

Und sicher schreibt auch mal jemand eine „Urlaubskarte“.
Vielen Dank für die Einblicke!

 
 
Bautzner 177    
Heide    
Menschi    
Haus Maron    
Frühling    
Bautzner 173    
Eichhörnchen    
Picknick    
 
 

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