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Die Leute haben Zeit zum Ausmisten, das merken wir

 

Die Fakten

Nach der ersten Allgemeinverfügung arbeitete das Recycling auf der Werftstraße im stark eingeschränkten Betrieb mit zwei Mitarbeitern. Wertstoffhöfe waren nur für Menschen mit Sondergenehmigung (z.B. bei Umzug) geöffnet. Seit- dem ist die Lage sehr dynamisch.

Ich spreche mit Jörg Wittkowske, dem Leiter des Standortes Werftstraße.

 

Er berichtet

„Nach der ersten Allgemeinverfügung hatten wir hier nur noch zwei Mitarbeiter vor Ort. Kollegen, die nicht den ganzen Tag alleine in ihrer Wohnung bleiben können, keine eigene Tagesstruktur finden und deshalb gefährdet sind. Alle Gruppenleiter waren da. Die Halle stand voller Arbeit. Der Wertstoffhof auf dem Hammerweg war die ganze Zeit offen für Leute mit Sondergenehmigung, es kam also immer Neuware an, vier Leute hatten zu tun.“

Andere erledigten Umbauarbeiten, die geplant waren. Die Anlage zum Recycling von Glasbildschirmen wurde verkleinert, weil sie in dieser Größe nicht mehr benötigt wird. Manche nutzten die Zeit, Schreibtischarbeit zu erledigen, das kommt ja im Alltag gern mal zu kurz.

Die Gruppenleiter versuchten, telefonischen Kontakt zu den Mitarbeitern zu halten. Damit eventuelle psychische Notlagen nicht übersehen werden.
Am 14. April öffneten weitere Wertstoffhöfe. 10 Leute kamen zur Arbeit, alles Mitarbeiter, die nicht in Wohnangeboten wohnen und die allein mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können.
 
Ab 21. April waren alle Wertstoffhöfe wieder offen. „Wir haben alle Mitarbeiter angerufen, schnell konnten die Arbeitsplätze wieder besetzt werden,“ so Jörg Wittkowske.

 

22 Mitarbeiter kehrten zurück

Bis auf einen waren alle froh und begeistert, wieder regelmäßig zur Arbeit zu kommen. Kein Wunder, denn zuhause, allein in der Wohnung ohne Freunde und Ausflüge wird die Zeit lang. „Die Mitarbeiter genießen das Gefühl, wieder gebraucht zu werden“, so Herr Wittkowske.

Alle haben hochmotiviert wieder angefangen. Nur zwei Mitarbeiter konnten trotz jahrelanger Arbeit im Recycling nach der Zwangspause nicht neu anknüpfen. „Festplatte gelöscht – hier ist ein Neubeginn notwendig, da sind die Gruppenleiter gefragt.“ Jörg Wittkowske ist optimistisch.

Man spürt jetzt, dass viele Leute Zeit haben zum Ausmisten und dass die Wertstoffhöfe einige Zeit geschlossen waren. Derzeit kommen täglich 19 Tonnen Elektroschrott von den Wertstoffhöfen an, sonst sind es 14 Tonnen.
Es fehlen die Mitarbeiter aus den Wohnangeboten. Sie dürfen noch nicht zur Arbeit kommen.

Jörg Wittkowske bringt es auf eine einfache Formel: „Arbeitspensum ist um 1/3 hochgegangen, 2/3 vom Personal ist im Betreib = große Herausforderung.“

Vielen Dank für die Einblicke

 
 
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