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Inklusion macht Schule

Auch wenn die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland nun schon mehr als 7 Jahre in Kraft getreten ist, gilt inklusives, lebenslanges Lernen immer noch nicht als Selbstverständlichkeit.

Doch diese Selbstverständlichkeit hat die Landeshauptstadt Dresden im Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK als ihre Vision formuliert. Weiter steht dort, dass „Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen […] gemeinsam auf eine in jeder Hinsicht barrierefreie Schule gehen können“.
Um dies zu erreichen, müssen sich die Rahmenbedingungen an den Schulen verändern. Denn selbst wenn es Schulen gibt, welche sich einer inklusiven Bildung verpflichtet fühlen, müssen ihnen auch die zeitlichen, personellen und materiellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um eine gute, inklusive Bildung zu ermöglichen.

Diesem Bedarf will die Landesregierung in Sachsen begegnen, indem sie 150 neue Stellen für Inklusionsassistenten an sächsischen Schulen ab dem Schuljahr 2016/2017 schafft. Die Stellen sollen zunächst auf fünf Jahre befristet sein. Die Lebenshilfe Dresden war schon zu Beginn dieser Planungen sehr daran interessiert, sich mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen bei der Umsetzung dieses Programms zu beteiligen.

So hatte die Lebenshilfe Dresden schon vor der eigentlichen Ausschreibung des Teilnahme-Wettbewerbs über das Sächsischen Kultus Ministerium (SMK) mit der Laborschule Dresden Kontakt aufgenommen und überlegt, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Die Laborschule mit ihrem freien, in vielen Teilen schon inklusiven Lernkonzept war begeistert von der Idee, einen Inklusionsassistenten für die Unterstützung von inklusiven Prozessen an ihrer Schule beschäftigen zu können. So hat die Lebenshilfe entschieden, einen Förderantrag zu stellen, bei dem wir die schon bestehenden inklusiven Prozesse der Laborschule analysierten und Ideen für die Weiter- und Neuentwicklung von inklusiven Prozessen sammelten.

Das Besondere an den Inklusionsassistent/innen ist, dass sie nicht nur die Schüler/innen mit Förderbedarf unterstützen, sondern, dass sie auch Schüler/innen ohne Behinderung unterstützen können. Sie sollen es ermöglichen, dass Schüler/innen mit und ohne Behinderung mit- und voneinander lernen und gleichberechtigt am Schulalltag teilhaben können. Zudem sollen sie durch gezielte Unterstützung im Unterricht die Sozial- und Lernkompetenzen der Schüler/innen erhöhen und festigen. So soll der Entstehung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs vorgebeugt werden.

Im Verlauf der Projektbeantragung hat neben der Laborschule noch die 138. Oberschule in Dresden sowie das Gymnasium Frankziskaneum in Meißen bezüglich der gemeinsam Umsetzung des Projektvorhabens Inklusionsassistent bei der Lebenshilfe Dresden angefragt. Da mit beiden Schulen schon eine gute, längerfristige Zusammenarbeit besteht, haben wir uns sehr über die Anfrage gefreut und einer Antragstellung durch die Lebenshilfe Dresden zugestimmt. So analysierten wir auch an diesen beiden Schulen die schon bestehenden inklusiven Prozesse und überlegten gemeinsam, an welchen Stelen sich die Schulen zusätzliche Unterstützung durch die Inklusionsassistent/innen wünschen.

Der Plan ist es, dass an jeder Schule zwei Inklusionsassistent/innen zum Einsatz kommen, so dass diese sich im Krankheitsfalle vertreten können. Außerdem wird eine paritätische Besetzung der Stellen angestrebt. Als besonders bereichernd empfinden wir die Vielfalt der Schulen, da die Erfahrungen an einer freien Ganztags- und Gemeinschaftsschule, einer Oberschule und einem Gymnasium wohl sehr unterschiedlich sein werden. Dadurch, dass die Inklusionsassistent/innen innerhalb der Lebenshilfe ein Team bilden, können sie von ihren gegenseitigen Erfahrungen profitieren.

Wir freuen uns sehr, dass die Projektanträge bewilligt wurden und konnten die Inklusionsassistent/innen ab 1. August 2016 bei der Lebenshilfe Dresden sowie an den jeweiligen Schulen herzlich willkommen heißen.

 
 
 

© Lebenshilfe Dresden e. V., 01069 Dresden, Josephinenstraße 31, E-Mail: geschaeftsstelle@Lebenshilfe-Dresden.de